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2 Hintergrund

Systeme zum Verwalten von Bibliotheken werden in letzter Zeit immer komplexer. Gleichzeitig nimmt deren Flexibilität immer weiter ab. Das führt dann zu Aussagen der folgenden Form:

Alle Module sind voll integriert und werden daher auch nicht einzeln, sondern nur als gesamtes Softwarepaket angeboten. Der Benutzer von LIBERO entscheidet, ähnlich wie bei anderen Windows-Programmen, welche Funktionen der Module benutzt werden sollen. [1]

Die von LIBERO propagierte Vorgehensweise ist unbefriedigend, weil im Laufe der Zeit immer wieder neue Anforderungen an das System gestellt werden, die eine einfache Anpassbarkeit verlangen.

Diese Anforderungen können sich in verschiedenster Weise bemerkbar machen. Einige sind vom konkreten Anwendungsfall unabhängig, zum Beispiel

Andere betreffen die entsprechende Anwendung, indem bestehende Dienste erweitert oder modifiziert werden sollen, beziehungsweise neue Angebote realisiert werden müssen.

Der Hintergrund dieser Arbeit ist die Modernisierung des Bibliothekssystems der TU Chemnitz. Das bisherige Ausleih-System soll durch ein moderneres ersetzt werden. Da über dieses System zum Zeitpunkt dieser Arbeit noch nicht genug Details bekannt sind, müssen einige Annahmen gemacht werden.

Das neue System wird offen gelegte Schnittstellen bieten, die es ermöglichen:

Ausschlaggebend für die Entwicklungsrichtung dieser Arbeit war auch, dass in letzter Zeit viele leistungsfähige Nutzerarbeitsplätze (über 70 sehr gut ausgestattete PCs) angeschafft wurden, die ausreichend hohe Leistung bieten, um ungenutzte Rechenzeit und Arbeitsspeicher für Teilsysteme des zu entwickelnden Verwaltungssystems abzuschöpfen. Jedoch ist aus der Sicht des neuen Systems damit zu rechnen, dass diese Arbeitsplatzsysteme plötzlich außer Betrieb gehen, weil sie aufgrund von Wartungsarbeiten am Betriebssystem neu gestartet werden müssen oder von einem Nutzer einfach abgeschaltet wurden.


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Chris Huebsch 2001-12-11