Der Windows NT-Administrationsdienst des URZ ist ein Dienst des URZ zur Administration der PC-Pools und von Mitarbeiterarbeitsplätzen unter Windows NT. Die Windowsarbeitsplätze werden in einer Windows NT 4.0 Domäne administriert.
Er wird z. Z. in 2 Varianten eingesetzt . Beim Einsatz des Windows NT-Administrationsdienstes wird zwischen dem URZ und dem Nutzer eine Vereinbarung abgeschlossen.
Einmaliges lokale Basisinstallation und evtl. gewünschte Software des Nutzers, einmaliges Entgelt von 20 EUR für technologisch bedingte Systemsoftware.
Zusätzlich zum vorherigen Abschnitt ist ein Zugriff auf zentrale kostenpflichtige Software enthalten. Die Anzahl der kostenpflichtigen Software wird mit diversen Lizenzmanagern, Dongles bzw. Installationscodes begrenzt. Durch Rechtevergabe können Lizenzen nur bestimmten Nutzern zugeteilt werden. Bei dieser Nutzungsart stehen dem Nutzer pro Arbeitsplatz theoretisch Programme eine Anzahl von 107 Programmen zur Verfügung. Die Kosten der Programme im Zugriff pro PC würden im günstigsten Falle ca. 3500 EUR betragen. Für die kostenpflichtige Software ist vereinbarungsgemäß eine Kostenbeteiligung pro Mitarbeiterarbeitsplatz von jährlich 80 EUR entrichten.
Es erfolgt ein einmalige Basisinstallation , in der alle bisherigen Softwareinstallationen enthalten sind und zusätzlich vom Nutzer gewünschte Programme.
Neu installierte Software wird mittels Administrationstools ( MS Systems Management Server bzw. selbst entwickeltem Managementscript) auf die Arbeitsplätze verteilt.
Für einige Programme ist es notwendig, dem Nutzer eine persönliche Nutzerumgebung (z. B. Umgebungsvariable, Registryeinträge, notwendige eigene Systemdateien usw.) einzurichten. Das erfolgt mittels eines Scriptes, das alles Erforderliche beim erstmaligen Start des Programmes generiert.
Schnelle Basisinstallation.
Fernwartung und -installation gewährleisten einen relativ stabilen Betrieb. Weiterhin ist kurzfristige Hilfe bei Softwareproblemen für den überwiegenden Teil der Software möglich.
Die Organisation von Nutzerzugriffen via AFS und NTFS erlaubt auf Nutzer und Nutzergruppen zugeschnittene Steuerungsmöglichkeiten z. B. zur Absicherung bestimmter Lizensierungen.
Unterschiedliche Hardware bringt Probleme bei Standardinstallationen von Software.
Veraltete Hardware macht nach einigen Jahre Probleme bei einigen Softwareprodukten, besonders bei CAD- und Grafiksoftware treten Geschwindigkeit und Speicherplatzproblem auf.
Unverträglichkeit von Programmen verursacht durch gleichnamige allgemeine Bibliotheks- und Fontdateien. Zusätzlich treten Probleme durch Notwendigkeit von Schreib- und Änderungsrechten in Installationsverzeichnissen und diversen lokalen Verzeichnissen auf, da die Nutzer hier kein Änderungsrechte haben.
Unzulänglichkeiten und Instabilitäten der Administrationsprogramme begrenzen die Möglichkeiten der Ferninstallation und -wartung.
Instabilitäten von Anwendungsprogrammen, die nicht für eine Installation im Netz vorgesehen sind erfordern Nacharbeit und Tests.
Wartungsarmer stabiler Betrieb der Programme bei guter Performance der Software.
Wartung erfolgt möglich ausschließlich über das Netz.
Kurzfristig abrufbare Daten der installierten Software.
Absicherung der Einhaltung der Lizenzbedingungen.
Administrationsdienst für Mitarbeiterarbeitplätze auf der Basis der Installation der Poolmaschinen
Vereinbarung zwischen URZ und Nutzer ist notwendig:
Für Jährliche Laufzeit konzipiert, gilt weiter im Folgejahr, wenn keiner der Beteiligten kündigt.
Zusicherung der nutzbaren Software vorbehaltlich einer vom URZ vorgeschlagenen Hardwarekonfiguration
Möglichkeiten eigene technische Veränderungen an Hardware (Aufstellung, Tausch peripherer Geräte usw. ) ist einzugrenzen.
Wenn die Aktualisierung der Software nicht mehr effektiv ist, wird die Administration auf den dann aktuellen Stand eingefroren, ohne weitere Kostenbeteiligung der Mitarbeiterplätze an der zentralen kostenpflichtigen Software.
Die PC-Pools erhalten eine einmalige Installation mit einem Standard-Image, das Systemsoftware und Anwendungssoftware enthält, die weitere Betreuung erfolgt über das Netz.
Für die Mitarbeiterarbeitsplätze wird unter Windows eine einmalige Basisinstallation analog der für die URZ-Pools erarbeiteten Technologie voprgesehen. Nutzerspezifische Software kann bei der Basisinstallation bzw. zu einem späteren Zeitpunkt ferninstalliert werden. Die unter 1.1 geschilderten zwei Varianten Basisinstallation und Basisinstallation mit Zugriff auf kostenpflichtige zentrale Software haben sich bewährt. Jedoch ist der bisherige Softwareservice mit einer großen Anzahl Software zu unterschiedlichen Arbeitsschwerpunkten, die jedem Nutzer zur Verfügung steht, im Interesse einer Effektivierung der Wartung und eine verbesserten inhaltlichen Supports durch das URZ auf eine „Kernsoftware“ zu konzentrieren. Ein Schwerpunkt wird auf für Netzinstallationen vorgesehene Programme und kostenintensive Programme (Lizenzanzahl durch Lizenzmanager, Codes usw. kontrolliert) gelegt.
Eigenständige Installationen durch den Nutzer werden ausgeschlossen um Stabilitäts- und Sicherheitsprobleme zu vermindern.
Durch Qualifikation von Vorortadministratoren in den Bereichen wird die Softwarewartung flexibler gestaltet und auf Störungen kann aus Sicht des Bereiches schneller reagiert werden. Sie können in Absprache spezifische Software für den Bereich installieren.
Eine Technologie zur lokalen Installation von Programmen wird erarbeitet. Sie soll es dem Mitarbeiter erlauben, seinen Arbeitsplatz nach seinen Anforderungen zu konfigurieren, möglichst nach entsprechenden Formalitäten durch den Nutzer selbst angestoßen.
Die Arbeitsplätze arbeiten unter Windows XP Professional und Linux.
Der Zugriff auf Windowssoftware auf dem Arbeitsplatz wird in drei Säulen eingeteilt:
Applikationsserver
Lokale Installationen
Installation im Netz
Kleine Programme beschränkter Lizenzanzahl werden auf einem Applikationsserver angeboten. (Vorschlag bis zu 10 Lizenzen eines Programmes). Ein Zugriff aus Linux ist ebenfalls möglich, im laufenden Betrieb muss ausgetestet werden, wie diszipliniert die Nutzer mit dem begrenzten Zugriffen umgehen.
Es handelt sich hier um die erprobte Technologie im bisherigen NT-Administrationsdienst: Die Installation erfolgt von einem Installations-PC aus in ein AFS-Volume, aus dem Differenzprotokoll der Änderungen des Installations-PC's wird ein Installationspaket erzeugt (z. B. mit den Systemadministrationstools MS Systems Management Server und/oder MS-Installer), das Installationspaket wird mit MS Systems Management Server bzw. eigenem Dienstprogramm (Administratorrechte auf jedem Platz) unter Windows auf die einzelnen Plätze verteilt.
CAD-, Grafikprogramme, Browser, Officeprogramme, Antivirenprogramme, Programme, die vom Hersteller nur für lokale Installation vorgesehen sind und ggf. vom Nutzer gewünschte spezifische Programme werden lokal installiert. Ein weiterer Grund können die Lizenzbestimmungen der Softwarehersteller sein, die „concurrent use“ im Netz und „downgrade“ nicht erlauben. Das macht die Installation bestimmter Software nur in einem bestimmten PC-Pool erforderlich. Von einer weiteren Aufteilung von Lizenzen auf einzelne Arbeitsplätze in den Pools ist abzusehen.
Die Programminstallation erfolgt bei der Erstinstallation bzw. mit den Systemadministrationstools wie oben kurz skizziert.
Bei Bedarf erzeugt ein vorbereitetes Startscript beim erstmaligen Start eines Programmes die notwendigen Eintragungen in der Registry, nutzerspezifische Dateien, Umgebungsvariablen usw. . Bei der systemseitigen Erzeugung der Nutzerprofile ist eine Technologie zu erarbeiten, die Nacharbeiten bei den einzelnen Programmen verringert. Z. B. ist der Bereich „Eigene Dateien“ bei vielen Programmen das Standardverzeichnis für Nutzerdateien ins Homedirectory zu lenken.
Bei der im vorgeschlagenen Windows-Administrationsdienst des URZ komplexer werdenden Lizenzsituation infolge der lokalen und der Netzinstallationen ist eine automatisierte Infomation der installierten Lizenzen pro Arbeitsplatz notwendig. Dies gibt Administratoren und Nutzern kurzfristig einen Überblick über die spezifische installierte Software auf dem Arbeitsplatz. Die Realisierung kann mit dem MS Systems Management Server erfolgen, die Software- und Hardwareinventur ist ein Programmbestandteil. Aus der derzeitigen Sicht ist der Einsatz dieses Programmes nicht zu umgehen, da es in der Version 2.0 einen Lizenzmanagertool enthält.
Die im bisherigen Windows NT-Administrationsdienst angebotenen Vielzahl von Software wird zurückgefahren auf Software, die vom URZ effektiv gewartet und unterstützt werden kann (Netzwerktauglichkeit, eindeutige Lizenzbestimmungen, Kosten). Da trotzdem eine relativ hohe Anzahl von Programmen übrig bleibt, werden für PC-Pool-Arbeitsplätze 2, für Mitarbeiterarbeitsplätze 3 Linien der Aufteilung des Aufrufs der Software in der Arbeitsplatzoberfläche bzw. in der Startleiste vorgeschlagen. Damit wird dem URZ eine gewisse Einflussnahme auf die Auswahl der Nutzung von Programmen ermöglicht.
Es handelt sich Standardkonfiguration von Programme, die das URZ empfiehlt und mit breitem Support durch das URZ (inhaltlich und zur Programmadministration). Diese Klassifizierung ist geeignet für nicht so versierte Nutzer.
Vorgeschlagene Programme: Netscape, Staroffice(Openoffice), Pro, Acrobat, McAfee Virusscan, Winzip, Ghostscript Tools, evtl. SPSS. (Programme sind in der Basisinstallation vorhanden, ausführlicher Support durch das URZ ist möglich.)
Alle installierten Programme sind nach fachlichen Schwerpunkten auswählbar, mit eingeschränktem inhaltlichen Support durch das URZ. Das entspricht etwa der bisherigen Aufteilung. Diese Klassifizierung ist geeignet für versierte Nutzer.
Für die Mitarbeiterarbeitsplätze steht ein gesonderter Bereich für den Aufruf der zusätzlich zur Basisinstallation installierten eigene Software zur Verfügung.
Für die Softwareverteilung in die Bereiche ist vorstellbar, dass bei Anwendung eines einheitlichen Windows uniweit (z. B. Windows XP) und der im Rahmen des Administrationsdienstes des URZ für Windows vorhandenen Installationstechnologie für netzgesteuerte lokale Installationen Synergieeffekte für die bisherige Softwareverteilung für Windowssoftware genutzt werden, die den Arbeitsaufwand für beide Seiten rationalisieren.
Die meisten aktuellen Programme, (insbesondere größere und kostenintensive) erfordern zu ihrer Installation, dass der Internetexplorer etwa ab Version 5.0 installiert ist. Jedoch benötigen diese Programme dem IE nicht als Browser, sondern zur Darstellung der Hilfe-Funktionen, sogenanntes kompiliertes HTML, Dateien vom Typ *.chm. Es existieren zwar diverse MS-unabhängige Möglichkeiten zum Erzeugen dieser Dateien, aber nicht zum Lesen. Vorgeschlagen wird eine Minimalinstallation bei der Erstinstallation, Herausnahme des Icons aus dem Desktop, denn eine spätere Nachinstallation über das Netz macht Probleme .
Stabilitätserhöhung der Poolmaschinen durch Verteilung vollständiger Windows- Images bzw. angestoßene Installationen oder Verteilung großer Installationspakete über das Netz benötigen einen Wartungzeitraum, in dem die Poolarbeitsplätze unter Windows laufen.