Ein schwerer
Verlust
Nachruf auf den Getriebetechniker Prof. Dr.-Ing. Jürgen Schönherr
Er war wohl einer der jüngsten deutschen Professoren der Getriebetechnik
in Deutschland: Prof. Dr. Jürgen Schönherr. Am 31. Dezember 2000 ist dieser
hervorragende Hochschullehrer und Forscher im Alter von 46 Jahren gestorben.
Die Technische Universität Chemnitz war der berufliche Mittelpunkt seines
Lebens: Nach dem Mathe-matikstudium, das er 1980 ab-schloss, begann er
seine wissenschaftliche Laufbahn am damaligen Lehrstuhl für Getriebetechnik.
Dort promovierte er 1984. Die der Promotion folgenden Arbeitsjahre von
Jürgen Schönherr waren durch Lehre und Forschung geprägt. Für seine hervorragenden
Forschungsleistungen wurde er mit dem Wissenschaftspreis der TU geehrt.
1990 habilitierte er sich. Dem im gleichen Jahr ergangenen Ruf als Professor
für Mathematik nach Stuttgart folgte 1993 die Berufung auf die Professur
für Getriebelehre an der TU Chemnitz. Hier führte Prof. Schönherr bis
zu seinem tragischen Tod die von seinem Vorgänger im Amt begründete wissenschaftliche
Schule der Getriebetechnik weiter und setzte in Lehre und Forschung neue
Akzente.
In der Leitung zahlreicher Forschungsprojekte, in Vorträgen auf nationalen
und internationalen Fachtagungen, seiner aktiven Mitarbeit in verschiedenen
Arbeitskreisen des Vereins Deutscher Ingenieure und in seiner großen Zahl
wissenschaftlicher Abhandlungen in renommierten Fachzeitschriften fand
seine Forschungstätigkeit ihren Niederschlag. Die Vielseitigkeit und die
Kreativität die Prof. Schönherrs wissenschaftliche Laufbahn, vor allem
die innovative Verbindung der Mathematik mit den Ingenieurwissenschaften,
speziell der Getriebetechnik und ihren Anwendungen im Allgemeinen Maschinenbau,
der Robotik und der Mechatronik gekennzeichnet hat, diese Vielseitigkeit
und Kreativität hat auch seinen inneren Lebenskreis geprägt und befruchtet.
Die TU Chemnitz verliert mit Prof. Schönherr nicht nur einen Wissenschaftler
von Rang, sie verliert eine Persönlichkeit, einen Menschen, der den Kollegen
ein verlässlicher Partner und den Studierenden Vorbild war. Seine Ideen
werden seine Schüler auch künftig umsetzen.
Die Mitarbeiter der Professur Getriebelehre
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