Ähnlich sieht [sni04c] die Hochverfügbarkeit, im Englischen "`High avialability"', wie folgt eingeordnet:
Es geht also darum, ein System oder eine Anwendung auch dann
(wieder) verfügbar zu machen, wenn entweder ein Fehler auftrat, der
den korrekten Ablauf beeinflusste, aber auch wenn ein geplantes
Wartungsfenster beispielsweise zur Abschaltung von Teilkomponenten
führt. Dazu werden üblicherweise die sensitiven Komponenten
doppelt beziehungsweise redundant vorgehalten, um im Falle eines
Ausfalls, die Funktionalität der ausgefallenen Komponente durch einen
gleichwertigen Ersatz aufrechterhalten zu lassen.
Um die in der Definition als kurze Ausfallzeiten benannten
Größenordnungen an einem Zahlenbeispiel vorzustellen, sei erwähnt,
dass bei hochverfügbaren Systemen oft von Verfügbarkeiten von mehr
als 99 Prozent ausgegangen wird. Dabei ist noch zu unterscheiden, in
welchem zeitlichen Vergleich dieser Prozentsatz zu erreichen ist - pro
Tag, Woche, Monat oder Jahr.
Nimmt man beispielsweise eine Rate von 99,5% pro Monat als Grundlage,
lässt dies einen Ausfall von 216 Minuten oder circa 3,5 Stunden pro
Monat zu. Ist dieser Prozentsatz hingegen pro Jahr anzulegen, kann es
innerhalb eines Jahres zu einem Gesamtausfall von circa 43,5 Stunden
kommen, also auch etwa 1,5 Tage am Stück, wenn die restliche Zeit
ausfallfrei bleibt. Daher werden an sehr kritische Systeme, etwa in
Kernkraftwerken, sehr hohe Prozentsätze an Funktionalität, deutlich
über 99,9%, gestellt und diese in sehr kleine zeitliche Kontexte
gesetzt.
Da von vornherein gewünscht war, die Serverplattform des Bildungsmarktplatzes Sachsen ausfallsicher oder wenigstens mit hoher Verfügbarkeit bereitzustellen, wurden zwei identische Serversysteme beschafft, die geeignet verknüpft, diesem Umstand Rechnung tragen sollen.
Weiterhin soll der Ausfall respektive die Ersetzung einzelner Komponenten für den Nutzer transparent oder unbemerkt erfolgen und möglichst wenige Ergebnisse der bisherigen Arbeit sollten verloren gehen.