Marijana Pantić

Sustainable Development Perspectives for Serbian Mountain Areas: Lessons from the European Context

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http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-144339

Kurzfassung in Englisch

Starting from the hypothesis European countries have more experience in addressing problems in their mountain areas, the research was designed as a cross-country study mixed with a casestudy approach. Major European mountain massifs were embraced within the first phase of the research (exploratory-descriptive), indicating how similar problems in Serbian [SMA] and other European mountain areas [EMA] are and how their countries address them. The next task was to present how sustainable development of SMA alone can be enhanced, which was done in the explanatory phase. Multiple source analysis, also known as the triangulation method, enabled evidence cross-checking. In the case of SMA, data was collected from both available sources and interviews conducted in three rounds with experts, authorities and the local population (in four municipalities), while data for other EMA was obtained solely from written sources. Both qualitative and quantitative data were analysed.

The research led to identification of five categories of problems: environmental, demographic, infrastructure, economic and management. In this regard, SMA have been shown to be similar to other EMA in terms of environmental and demographic issues, while differing from them in matters of the economy, physical accessibility, infrastructure endowment and management. The Balkan Mountain Massif and the Carpathians showed the greatest similarity to SMA. In contrast, the Alps showed a considerably lower extent of problems because of the length of time already spent on finding solutions for them.

The identified problem categories in mountain areas Serbia has been dealt for the shortest period of time, including defining and promotion of principles, instruments and measures. The issues stressed are: Serbia lacks decision-making power below the national level, explicit measures for mountain area problems and their implementation. The greatest gap between EMA and SMA appeared to be in the sphere of management, where Serbia has done the least. The last part of the research argues and suggests the prospects for the sustainable development of SMA, split into three main fields of action - management, infrastructure and the economy, and additionally a couple of actions valuable for all the fields simultaneously – urban-rural dependences and activation of the civil sector and volunteers.

Within the management field, active local population participation, responsible realisation of the full cycle of decision making - from research to evaluation – and the special status for SMA are highlighted as inevitable in the enhancement process. In the field of the economy, the suggestions made are economic diversification and the improvement of products and job attractiveness, which are expected to positively affect the dissemination of knowledge, product marketing and accessibility to the market. Finally, the sustainable development perspectives aligned in the field of accessibility and infrastructure are the endowment of roads, modernisation of education and ICT endowment.

Kurzfassung in Deutsch

Ausgehend von der Hypothese, dass europäische Länder bereits vielfältige Erfahrungen mit der Bewältigung von Problemen in ihren Berggebieten haben, ist die vorliegende Forschungsarbeit als länderübergreifende Fallstudie angelegt worden. In einem ersten, exploratorischdeskriptiven Teil der Forschungsarbeit werden die größten europäischen Gebirgsmassive vorgestellt. Es wird herausgearbeitet, wie sich Probleme in serbischen [SBG] und anderen europäischen Berggebieten [EBG] ähneln und auf welche Art und Weise sich die einzelnen Länder mit ihren Berggebieten auseinandersetzen. Dies geschieht in der Absicht, Wege aufzuzeigen, wie eine nachhaltige Entwicklung der Berggebiete in Serbien angegangen werden könnte. Daten aus verschiedenen Quellen sind zu diesem Zweck ausgewertet worden, wodurch auch die Prüfung der Daten, d.h. ihre Triangulation möglich war. Im Falle der SBG wurden Daten aus zwei verfügbaren Quellen herangezogen. Außerdem sind Interviews mit Fachexperten, Behörden und den Bewohnern in vier Gemeinden geführt worden. Zu den EBG sind verfügbare Daten aus der Literatur genutzt worden. Sowohl qualitative als auch quantitative Daten sind in die Analyse einbezogen worden.

Fünf Kategorien von Problemen konnten auf diese Weise herausgearbeitet werden: ökologische, demographische, infrastrukturelle, wirtschaftliche und administrative Probleme. Es konnte gezeigt werden, dass die SBG und die EBG vor allem in Bezug auf die Umwelt und die Demographie Ähnlichkeiten besitzen. Unterschiede zeigten sich vor allem in Bezug auf Fragen der Wirtschaft, der physischen Zugänglichkeit, der infrastrukturellen Ausstattung und der Verwaltung. Das Gebirgsmassiv im Balkan und den Karpaten besitzt die größte Ähnlichkeit mit den SBG. Im Gegensatz dazu, zeigten die Alpen wesentlich geringere Probleme, da diese seit einem längeren Zeitraum angegangen werden. Im darauffolgenden, analytischen Teil der Arbeit werden zu jeder der identifizierten Problemkategorien in Serbien kurzfristig umsetzbare Entwicklungsprinzipien, Instrumente und Maßnahme vorgeschlagen.

Herausgestellt werden folgende Aspekte: Serbien braucht mehr Entscheidungsbefugnis unterhalb der nationalen Ebene, es braucht besondere Instrumente zur Bewältigung der Probleme seiner Berggebiete sowie eigene Ansätze zu deren Umsetzung. Der größten Differenzen zwischen EBG und SBG werden im Bereich der Verwaltung gesehen, da Serbien hier bisher die wenigsten Anstrengungen unternommen hat. Im letzten Teil der Arbeit werden Perspektiven für die nachhaltige Entwicklung der SBG aufgezeigt, aufgeteilt in drei mögliche Haupthandlungsfelder– Verwaltung, Infrastruktur und Wirtschaft. Außerdem werden Maßnahmen vorgeschlagen, die alle Problemfelder übergreifen. Dazu gehören die Bezugnahme von Stadt und Land sowie die Aktivierung zivilen und ehrenamtlichen Engagements innerhalb der SBG. Für den Bereich der Verwaltung werden die aktive Einbeziehung der lokalen Bevölkerung, die verantwortungsvolle Umsetzung planerischer Entscheidungsprozesse – von der Forschung bis hin zur Evaluierung – sowie die Einrichtung eines besonderen Status für die SBG als notwendig für deren nachhaltige Entwicklung erachtet.

Für den Bereich der Wirtschaft werden Diversifikation, die qualitative Verbesserung von Erzeugnissen sowie die Steigerung des Angebotes attraktiver Arbeitsplätze als Entwicklungsmöglichkeiten vorgeschlagen, da diese voraussichtlich positiv auf die Verbreitung von Wissen, Produktmarketing und die Zugänglichkeit zu den Märkten wirken. Darüber hinaus werden für nachhaltige Entwicklungsperspektiven der SBG in Bezug auf die Erreichbarkeit und die Infrastruktur die Einrichtung von Straßen, die Modernisierung von Bildungseinrichtungen und die Einrichtung von Informations- und Kommunikationswegen angeregt.

weitere Metadaten

Schlagwörter
(Deutsch)
Perspektiven für die nachhaltige Entwicklung, Serbien, Berggebiete
Schlagwörter
(Englisch)
Sustainable development perspectives, Serbia, mountain areas
DDC Klassifikation711
RVK KlassifikationRP 35525
Institution(en) 
HochschuleTechnische Universität Dresden
FakultätFakultät Umweltwissenschaften
ProfessurProfessur für Raumentwicklung
BetreuerProf. Dr. Dr. h. c. Bernhard Müller
Dr. Robert Knippschild
GutachterProf. Dr. Dr. h. c. Bernhard Müller
Prof. Dr. Borislav Stojkov
DokumententypDissertation
SpracheEnglisch
Tag d. Einreichung (bei der Fakultät)12.12.2013
Tag d. Verteidigung / Kolloquiums / Prüfung04.03.2014
Veröffentlichungsdatum (online)03.07.2014
persistente URNurn:nbn:de:bsz:14-qucosa-144339

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