Pierre Karrasch

Umweltbildung und Geoinformation

Analyse, Bewertung und Initiierung der Verwendung von Geoinformationen in der Umweltbildung in Großschutzgebieten am Beispiel der deutschen Biosphärenreservate

Ein Beitrag zur UN-Dekade "Bildung für nachhaltige Entwicklung"

Dokumente und Dateien

Hinweis

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http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-71432

Kurzfassung in Deutsch

Biosphärenreservate bilden Modelllandschaften, in denen überprüft werden soll, mit welchen Methoden und Mitteln nachhaltige Entwicklung möglich sein kann. Neben dem Schutz, der Pflege und der Entwicklung der geschützten Kulturlandschaften sind gleichrangig sogenannte logistische Funktionen wesentlicher Bestandteil der Aufgaben eines Biosphärenreservates. Innerhalb dieser Funktionen bilden die Umweltbildung und das Umweltmonitoring eine zentrale Rolle.

Die Aufgabe dieser Arbeit bestand darin festzustellen, inwieweit der Einsatz von GI-Technologien in der Umweltbildung möglich ist. Dazu wurden Analysen auf unterschiedlichen Ebenen durchgeführt. Der Einsatz solcher Technologien setzt die Bereitschaft der verantwortlichen Mitarbeiter in den einzelnen Biosphärenreservaten voraus. Die Untersuchungen zeigen, dass eine solche Bereitschaft grundsätzlich vorhanden ist. Die dafür notwendigen und derzeit häufig noch einschränkenden Randbedingungen wurden erörtert. Neben den Biosphärenreservaten, die als Anbieter von Bildungsmaßnahmen in Schulen verstanden werden können, ist ebenfalls ein Blick auf die Schulen selbst und die dort tätigen LehrerInnen notwendig, um auch deren Bereitschaft zur Nutzung von GI-Technologien zu analysieren. In diesem Schnittbereich zwischen dem Angebot externer Anbieter von Umweltbildung und der Nachfrage – im Sinne der Bereitschaft an den Schulen, solche Angebote auch zuzulassen – besteht die Möglichkeit des Einsatzes von GI-Technologien.

Das Ziel dieses Einsatzes liegt dabei vordergründig nicht in der neuen, interessanteren Ausgestaltung des Unterrichtes. Die Nutzung von GI-Technologien muss sich an den zu vermittelnden Kompetenzen orientieren. Welche Rolle Kompetenzen in diesem Zusammenhang spielen, wird in der Arbeit ausführlich dargestellt. Es werden die Ergebnisse der Analyse der drei Elemente:

• Umweltbildung / Bildung für nachhaltige Entwicklung
• Geoinformationen / GI-Technologien
• Biosphärenreservate

vorgestellt und miteinander in Beziehung gesetzt. Daraus leiten sich sowohl Zielstellungen als auch notwendige Maßnahmen ab.

Als Schritt zur Umsetzung der erarbeiteten Vorschläge wurde in den Jahren 2008 bis 2010 an zwei Mittelschulen das Konzept „Umweltmonitoring an Schulen – Kulturlandschaftsentwicklung in Biosphärenreservaten“ realisiert. Dabei stand nicht nur im Vordergrund, die Nutzung von GI-Technologien in den Unterricht von Schulen zu bringen und damit SchülerInnen aktiv an Forschungsarbeit teilhaben zu lassen, es war auch die Aufgabe, diese Bildungsmaßnahmen einer empirischen Forschung zuzuführen. Damit ist es das zentrale Anliegen dieser Initiierungsphase, Forschungsarbeit zum Bildungsgegenstand zu machen und gleichzeitig diese Bildungsarbeit zum Forschungsgegenstand werden zu lassen.

weitere Metadaten

Schlagwörter
(Deutsch)
Umweltbildung, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Geoinformation, GI-Technologie, Biosphärenreservat
Schlagwörter
(Englisch)
environmental education, education for sustainable development, GIS, biosphere reserve
DDC Klassifikation710
RVK KlassifikationDG 9700, AR 13200, RB 10104
Institution(en) 
HochschuleTechnische Universität Dresden
FakultätFakultät Forst-, Geo- und Hydrowissenschaften
ProfessurProfessur für Fernerkundung
BetreuerProf. Dr. habil. Elmar Csaplovics
GutachterProf. Dr. habil. Elmar Csaplovics
Prof. Dr. Benjamin Davy
DokumententypDissertation
SpracheDeutsch
Tag d. Einreichung (bei der Fakultät)02.05.2011
Tag d. Verteidigung / Kolloquiums / Prüfung14.07.2011
Veröffentlichungsdatum (online)03.08.2011
persistente URNurn:nbn:de:bsz:14-qucosa-71432

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