Anne Goldbach

Menschenskinder

Einfluss christlicher Sozialisation auf die Ausbildung von Einstellungen gegenüber Menschen mit geistiger Behinderung

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Kurzfassung in Deutsch

Menschen mit Behinderung sind ein Randgebiet der Soziologie. Untersuchungen mit dem Fokus auf Menschen mit geistiger Behinderung in der Gesellschaft sind auch in diesem Bereich selten . Dem entgegen, stehen die Inklusionsbestrebungen der Pädagogik für Menschen, die wir als geistig behindert bezeichnen, jedoch in engem Zusammenhang mit soziologischen Prozessen, welcher unter anderm am Wandel der Begrifflichkeiten zurBezeichnung des Personenkreises deutlich gemacht werden kann. Dieser Entwicklung zufolge findet eine Abkehr von rein medizinisch-psychologischen Definitionsversuchen statt. Sie erfahren eine Ergänzung durch soziale, pädagogische und subjektive Erklärungsansätze, denen zufolge geistige Behinderung immer auch aus einer sozialen Konstruktion hervorgeht (Bsp. AAMR, 2002). Wenn gleichsam davon auszugehen ist, dass die Gesellschaft selbst durch ihre gestörte (Nicht-) Interaktion mit Menschen, die wir als geistig behindert bezeichnen, Behinderung konstruiert, so scheint es notwendig, die Grundlagen der sozialen Interaktion zu erkennen und zu verändern, um die Voraussetzungen für inklusive Praxis zu schaffen. Aufgrund der aus der
Psychologie stammenden, Annahme der “self-fulfilling-prophecy” müssen Einstellungen gegenüber einem Menschen als Grundlage für das Gelingen von Interaktion mit diesem Menschen verstanden werden.
Wertvorstellungen und Einstellungen beeinflussen demnach grundlegend den Erfolg von Inklusion. Da Jugendliche immer wieder als Seismographen der gesellschaftlichen Entwicklung beschrieben werden, ist es nahe liegend die Einflussfaktoren für deren Einstellungsbildung gegenüber Menschen, die wir als geistig behindert bezeichnen, zu untersuchen. Dabei liegt der Fokus dieser Arbeit auf der Analyse des Einflusses durch
christliche Sozialisation, durch welche die Vermittlung eines bestimmten, scheinbar inklusionsfreundlichen Wertekanons einhergeht, welcher sich im Menschenbild des Jugendlichen widerspiegelt und sich auf dessen
Einstellungen auswirkt.
Die vorliegende Forschungsarbeit zeigt, dass sich verschiedene Faktoren christlicher Sozialisation positiv auf die expliziten Einstellungen gegenüber Menschen mit sogenannter geistiger Behinderung auswirken, kann jedoch keinen Zusammenhang für die Ausbildung positiverer impliziter Einstellungen feststellen.

weitere Metadaten

Schlagwörter
(Deutsch)
christliche Sozialisation, Sozialisation, Behinderung, geistige Behinderung, Einstellungen, Jugendliche, implizite Einstellungen
Schlagwörter
(Englisch)
mental retardation, disability, attitude, christian socialization, implizite attitudes,
SWD SchlagworteBehinderung, Einstellung, Sozialisation, geistige Behinderung, christliche Sozialisation, Jugendliche
DDC Klassifikation370
DDC Klassifikation300
DDC Klassifikation210
DDC Klassifikation150
Institution(en) 
HochschuleUniversität Leipzig
FakultätErziehungswissenschaftliche Fakultät
ProfessurFachbereich Geistigbehindertenpädagogik
BetreuerProf. Dr. Saskia Schuppener
GutachterProf. Dr. Henning Plessner
DokumententypDissertation
SpracheDeutsch
Tag d. Einreichung (bei der Fakultät)07.11.2011
Tag d. Verteidigung / Kolloquiums / Prüfung10.07.2014
Veröffentlichungsdatum (online)13.08.2014
persistente URNurn:nbn:de:bsz:15-qucosa-150065

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