Konstanze Wetzel

Zur Begründung pädagogischer Verständigungsverhältnisse in der Moderne

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Kurzfassung in Deutsch

Die Arbeit leistet einen Beitrag zur Begründung einer pädagogischen Theorie der Verständigung in modernen Gesellschaften. Sie entfaltet ihre historischen und systematischen Überlegungen in zwei Teilen: Im ersten Teil wird die Erziehungskonzeption von J.-J. Rousseau analysiert. Vor dem Hintergrund seiner biografischen Entwicklung (Kapitel 1) und der Analyse des "Gesellschaftsvertrages" (Kapitel 2), wird in Kapitel 3 Rousseaus Erziehungstheorie dargestellt. Deren Besonderheit liegt darin, das Spannungsverhältnis von Ontogenese und Bildungsgenese zum Drehpunkt des Erziehungsvertrages gemacht zu haben. Dies ermöglichte ihm, ein Stufenkonzept der entwicklungsangemessenen Formen der Subjektförderung zu begründen; nämlich: Fürsorge und natürliche Elementarerziehung; negative Erziehung; sokratischer Dialog und Handwerkserziehung; natürliche Moralerziehung; Erziehung zur Geschlechtsidentität. Der Beitrag Rousseaus zu einer Theorie der pädagogischen Verständigung erschließt sich allerdings erst im textrekonstruktiven Verfahren mit folgenden Stufen: Explikation des Vorverständnisses der Interpretin; argumentativer Nachvollzug des Textes; Herausarbeitung immanenter Widersprüchlichkeiten, die aus der naturrechtlichen Verankerung dieser Erziehungskonzeption resultieren; Aufhebung der bleibenden konzeptionellen Momente in einer pädagogischen Verständigungstheorie. Der zweite Teil beschäftigt sich mit den aktuellen Diskussionen zur Subjektentwicklung in der "zweiten Moderne". Dazu wird in Kapitel 4 die Theorieentwicklung der Kritischen Psychologie und ihre Beziehungen zur Psychoanalyse und zur Phänomenologie analysiert, zentrale systematische Widersprüche herausgearbeitet und jene Theorieelemente identifiziert, die in einem pädagogisch relevanten intersubjektiven Verständigungskonzept aufzuheben sind. Im abschließenden Kapitel 5 werden die gewonnenen begrifflichen Ergebnisse angewendet auf die Analyse der Bedingungen und Verlaufsformen der alltäglichen Lebensführung in der reflexiv gewordenen Moderne.

weitere Metadaten

Schlagwörter
(Deutsch)
Alltagsleben, Erziehungspsychologie, Geschichte der Erziehung, Geschichte der Pädagogischen Kommunikation, Pädagogik
Schlagwörter
(Englisch)
Education (Bildung), Every-day Life, History of Education, Psychology of Education, Theory of Educational Communication
SWD SchlagworteErziehungsphilosophie, Geschichte, Intersubjektivität, Moderne, Pädagogik, Pädagogische Psychologie, Rousseau, Jean-Jacques, Sozialer Wandel, Sozialphilosophie
DDC Klassifikation10
RVK KlassifikationCX 1000, DD 8961
Institution(en) 
InstitutionTechnische Universität Dresden
AbteilungErziehungswissenschaften
BetreuerProf. Dr. Lothar Böhnisch
GutachterProf. Dr. Lothar Böhnisch
Prof. em. Dr. Dr. H.c. Wolfgang Klafki
Dr. Jürgen Helmchen
DokumententypDissertation
SpracheDeutsch
Tag d. Einreichung (bei der Fakultät)25.10.1999
Tag d. Verteidigung / Kolloquiums / Prüfung27.11.2000
Veröffentlichungsdatum (online)11.12.2000
persistente URNurn:nbn:de:swb:14-995270782453-82398

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