Felix Lohmeier, Dr. Jens Mittelbach

Offenheit statt Bündniszwang

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http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-157772

Kurzfassung in Deutsch

Die derzeitigen Strukturen der überregionalen Informationsservices sind geprägt von Bündniszwängen, die eine technologische Erneuerung der Dateninfrastrukturen blockieren. Ein Lösungsweg liegt in der Rückbesinnung auf die Idee der Offenheit, des freien Zugangs zu Information und Wissen, für die Bibliotheken mit dem Ziel der Bildung und Selbstaufklärung gegründet wurden. Im Idealfall fügen sich durch gemeinsame Wertvorstellungen und damit verbundene technologische Prinzipien die dezentralen Aktivitäten der Bibliotheken in einer Netzwerkstruktur zusammen. Die emanzipatorische Qualität des Semantic Web ist bislang weithin unterschätzt und könnte helfen, Grabenkämpfe zwischen Protagonisten und Antagonisten der Digitalisierung zu beenden. Die Autoren plädieren für Bibliotheken als Sachwalter der Offenheit, die sich für einen freien, uneingeschränkten und globalen Zugang zu wissenschaftlicher Information und für die Weiterverarbeitbarkeit dieser Information stark machen. Am Beispiel von Dateninfrastrukturen werden konkrete Handlungsschritte diskutiert. Die Autoren fordern mit ihrem Beitrag eine breite Debatte und plädieren grundsätzlich für mehr Offenheit, Wahlfreiheit und Konsequenz im eigenen Handeln.

Kurzfassung in Englisch

The current national information service structures are characterized by alliance constraints and lock-in phenomena that effectively block the development of state-of-the-art data infrastructures. A possible solution could be the return to the principle of openness that used to be at the heart of the concept of libraries as institutions of education and enlightenment. Ideally, shared values imply similar technological frameworks and lead to a complementary network of individual activities and services. Up to now the emancipatory quality of the Semantic Web has largely been underestimated. It could help, however, put an end to the trench warfare raging between proponents and detractors of the principle of digitisation. The authors suggest that libraries assume the role of stewards of openness and fight for free, unrestricted and global access to processable scientific information. Taking the example of data infrastructures, they discuss concrete further steps on the way to Open Science. In their article the authors put the case for a broad-based debate and demand greater openness, freedom of choice and consistency in each institution’s actions.

weitere Metadaten

Schlagwörter
(Deutsch)
Openness, Open Access, Open Source, Open Data
Schlagwörter
(Englisch)
Openness, Open Access, Open Source, Open Data
DDC Klassifikation021
RVK KlassifikationAN 73700
Institution(en) 
InstitutionSLUB Dresden
InstitutionVittorio Klostermann GmbH
DokumententypArtikel
SpracheDeutsch
Veröffentlichungsdatum (online)07.01.2015
persistente URNurn:nbn:de:bsz:14-qucosa-157772
QuelleZeitschrift für Bibliothekswesen und Bibliographie, Jg. 61(2014)4/5, S. 209-215 (E-ISSN: 1864-2950)
DOIhttp://dx.doi.org/10.3196/1864295014614554
Externe Referenzhttp://zs.thulb.uni-jena.de/receive/jportal_jparticle_00324880
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