Dipl.-Inf. Erik Tittel

Refactoring in der Ontologiegetriebenen Softwareentwicklung

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Kurzfassung in Deutsch

In der vorliegenden Arbeit wird ein Konzept zur Entwicklung und Evolution ontologiegetriebener Softwaresysteme erarbeitet. Ontologiegetriebene Softwaresysteme sind Softwaresysteme, bei denen Ontologien als zentrale Designdokumente zum Einsatz kommen. Ontologien sind gleichzeitig zentrale Bestandteile des ausführbaren Systems und dienen zur Strukturbeschreibung und Datenhaltung. Dabei werden Teile des Softwaresystems automatisch aus den Strukturbeschreibungen der Ontologie abgeleitet. Diese Arbeit konzentriert sich auf die Weiterentwicklung solcher Systeme und stellt dafür einen Katalog von Ontologie-Refactorings auf. Es werden mehrere Werkzeuge, gemeinsam als OntoMore bezeichnet, implementiert, um die Umsetzbarkeit des aufgestellten Konzepts zu zeigen. OntoMore kann Ontologien in Metamodelle und Modelle des EMF umwandeln und somit in Softwaresysteme integrieren. Außerdem ist es in der Lage, Refactorings auf beiden Strukturen synchron auszuführen. Dieser Prozess wird als Co-Refactoring bezeichnet. Damit wird die konsistente Evolution von Ontologien und Modellen sichergestellt. Die Implementierung wird anhand einer Beispiel-Ontologie zum Freelancer-Management evaluiert.

Kurzfassung in Englisch

In this thesis an approach is elaborated for the development and evolution of ontology-driven software systems. Ontology-driven software systems are software systems for which ontologies serve as main design documents. Ontologies are furthermore central parts of the running system. They describe the structure of the system and hold data. Parts of the software system are automatically derived from the structure descriptions of the ontology. This work concentrates on the evolution of those systems, thereby defining a catalogue of ontology refactorings. A tool suite called OntoMore is implemented to show the feasibility of the elaborated approach. OntoMore can transform ontologies in metamodels and models of EMF to integrate them in software systems. It can furthermore execute refactorings synchronously on both structures, which is called Co-Refactoring. Hence the consistent evolution of ontologies and models is ensured. The implementation is evaluated with an example ontology about the freelancer domain.

weitere Metadaten

übersetzter Titel
(Englisch)
Refactoring in the Ontology-driven Software Development
Schlagwörter
(Deutsch)
Ontologiegetriebene Softwaresysteme, Ontologie, Semantic Web, Refactoring, Ontologie-Evolution, Co-Refactoring
Schlagwörter
(Englisch)
Ontology-driven software systems, Ontology, Semantic Web, Refactoring, Ontology-Evolution, Co-Refactoring
SWD SchlagworteRefactoring, Ontologie, Evolution
DDC Klassifikation004
RVK KlassifikationST 230
Institution(en) 
HochschuleTechnische Universität Dresden
FakultätFakultät Informatik
ProfessurProfessur für Softwaretechnologie
BetreuerDipl.-Inf. Jan Reimann
Dipl.-Inf. Tobias Israel
GutachterProf. Dr. rer. nat. habil. Uwe Aßmann
DokumententypDiplomarbeit
SpracheDeutsch
Tag d. Einreichung (bei der Fakultät)03.05.2011
Tag d. Verteidigung / Kolloquiums / Prüfung27.05.2011
Veröffentlichungsdatum (online)31.05.2011
persistente URNurn:nbn:de:bsz:14-qucosa-69119
Inhaltsverzeichnis1 Einleitung 1
1.1 Motivation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.2 Zielsetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 2
1.3 Gliederung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 3
2 Grundlagen 5
2.1 Modellgetriebene Softwareentwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5
2.2 Refactoring . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7
3 Ontologien und semantische Techniken 11
3.1 Grundlagen semantischer Techniken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 11
3.2 Ontologien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
3.2.1 Definition und Begriffe . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
3.2.2 Die Web Ontology Language (OWL) . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14
3.2.3 Ontologie-Syntaxen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16
3.2.4 Beschreibungslogiken, Teilsprachen und Profile . . . . . . . . . . . . . 18
3.2.5 Abfragen mit SPARQL . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19
3.2.6 Beispiele für Ontologien . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 20
3.3 Ontologie-Evolution und Versionierung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 21
3.4 Unterschiede zwischen Ontologie-Evolution und Refactoring . . . . . . . . . . . 23
3.5 Zukünftige Entwicklungen – Linked Data . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24
3.6 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25
4 Eingesetzte Werkzeuge 27
4.1 Verbindung von Ontologien und Modellen mit OntoMoPP . . . . . . . . . . . 27
4.2 Generisches Modell-Refactoring mit Refactory . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28
5 Stand der Forschung 31
5.1 Abbildung von Ontologien auf Domänenmodelle . . . . . . . . . . . . . . . . . 31
5.1.1 Einsatz von Ontologien in der Modellierung . . . . . . . . . . . . . . . 31
5.1.2 Abbildungen zwischen Ontologien und Datenbanken . . . . . . . . . . . 35
5.2 Ontologie-Evolution . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
5.2.1 Anforderungen an Ontologie-Evolution . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37
5.2.2 Elementare und komplexe Änderungsoperationen . . . . . . . . . . . . 38
5.2.3 KAON – Das Karlsruhe Ontology and Semantic Web Framework . . . . 38
5.2.4 Das NeOn-Toolkit . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 41
5.2.5 Protégé . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 45
5.2.6 Bewertung vorhandener Systeme zur Ontologie-Evolution . . . . . . . . 47
5.3 Co-Evolution von Metamodellen und Modellen . . . . . . . . . . . . . . . . . . 48
5.4 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 50
6 Konzept zur Entwicklung und Evolution ontologiegetriebener Softwaresysteme 51
6.1 Gesamtkonzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 51
6.2 OWL-Ecore-Transformation . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53
6.3 Refactorings für OWL und Ecore . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 62
6.3.1 Definition und Katalog von Ontologie-Refactorings . . . . . . . . . . . 62
6.3.2 Schema eines Ontologie-Refactorings . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63
6.3.3 Beispiel eines Ontologie-Refactorings . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 66
6.4 Co-Refactoring . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
6.4.1 Definition und Ansätze . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 67
6.4.2 Herleitung und Architekturvergleich . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
6.4.3 Der CoRefactorer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 70
6.5 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73
7 Praktische Umsetzung 75
7.1 Architektur und eingesetzte Techniken . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 75
7.2 Testgetriebene Entwicklung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 76
7.3 OWL-Ecore-Transformator . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 79
7.4 Refactoring mit Refactory . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 80
7.5 CoRefactorer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 85
7.6 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 90
8 Evaluation 91
8.1 Die Beispiel-Ontologie: FrOnto . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 91
8.2 Bewertung der Umsetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 94
8.3 Grenzen der Umsetzung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 97
8.4 Grenzen der Konzeption . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 98
8.5 Zusammenfassung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 99
9 Zusammenfassung 101
9.1 Ergebnisse . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
9.1.1 Das Gesamtkonzept . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 101
9.1.2 Beziehung zwischen Ontologien und Domänenmodellen . . . . . . . . . 101
9.1.3 Konzeption von Refactorings und Co-Refactorings . . . . . . . . . . . . 102
9.1.4 Implementierung von OntoMore . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 103
9.1.5 Evaluation anhand einer Beispiel-Ontologie . . . . . . . . . . . . . . . 103
9.2 Ausblick . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 104
Anhang i
A Weitere Ontologie-Refactorings . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . i
B Auswirkungen von Ontologie-Refactorings bezüglich der Datenmigration . . . . . . i
C Die MiniFrOnto vor und nach dem Refactoring . . . . . . . . . . . . . . . . . . . iii
D Refactoring mit der OWL-API . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . v
Abbildungsverzeichnis vii
Tabellenverzeichnis ix
Listings xi
Abkürzungsverzeichnis xiii
Literaturverzeichnis xv

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