Musiker-Migration und Musik-Transfer zwischen Böhmen und Sachsen im 18. Jahrhundert

Bericht über das Internationale Symposium vom 7. bis 9. November 2008

Dokumente und Dateien

Hinweis

Bitte nutzen Sie beim Zitieren immer folgende Url:

http://nbn-resolving.de/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa-88008

Kurzfassung in Deutsch

Zu den interessantesten Fragen der Musikgeschichtsschreibung zählen solche nach dem kulturellen Austausch über politische, konfessionelle, Zoll- und Währungsgrenzen hinweg. Insbesondere zwischen Böhmen und Sachsen bestanden im 18. Jahrhundert vielfältige musikkulturelle Verbindungen. Es nahm daher nicht wunder, dass unzählige Musiker im 18. Jahrhundert und auch später Böhmen verließen, um vor allem in europäischen Hofkapellen und anderen Institutionen ihr berufliches Fortkommen zu finden. Dafür stehen u. a. die Namen Stamitz in Mannheim, Wranitzky in Wien, Reicha in Paris, Benda in Berlin und Zelenka in Dresden. Und mit den Musikern gelangten auch ihre Kompositionen, ihre musikalischen Idiome und ihre Spieltechniken in die neuen Wirkungsorte.
Bezogen auf den sächsischen Raum und den gewählten Zeitraum 18. Jahrhundert wurden solche musikkulturellen Beziehungen von der Forschung erst in Ansätzen untersucht. Um hier Abhilfe zu schaffen, veranstaltete das Institut zur Erschließung und Erforschung der Alten Musik in Dresden (Musikschätze aus Dresden) e.V., seit 2007 An-Institut der Technischen Universität Dresden, gemeinsam mit dem Lehrstuhl Musikwissenschaft dieser Universität ein Internationales Symposium.

weitere Metadaten

Schlagwörter
(Deutsch)
regionale Musikgeschichtsforschung, 18. Jahrhundert
DDC Klassifikation780
RVK KlassifikationLP 38020, LQ 80204, LQ 86904, LR 56604, NZ 10400, NZ 12550
Institution(en) 
InstitutionInstitut zur Erforschung und Erschließung der Alten Musik in Dresden
Herausgeber Hans-Günter Ottenberg
Reiner Zimmermann
DokumententypProceedings
SpracheDeutsch
Veröffentlichungsdatum (online)31.05.2012
persistente URNurn:nbn:de:bsz:14-qucosa-88008
InhaltsverzeichnisZum vorliegenden Band 3

Programmflyer 2008 6

Grußwort des Schirmherrn 9

Grußwort des Veranstalters 10

Verzeichnis der mit Abkürzungen zitierten Literatur 12

Verzeichnis der benutzen Bibliothekssigel 14

Armin Schmid, Regensburg
Johann Christoph Kridel (Rumburg 1672–1733) und seine Kantaten-Sammlung Neu-eröffnetes Blumen-Gärtlein (Bautzen 1706) 15

Michaela Freemanová, Prag
Johann Adolf Hasse’s oratorios in the Bohemian Lands 28

Klaus-Peter Koch, Bergisch Gladbach
Böhmische Musiker waren im Sachsen des 18. Jahrhunderts nicht nur in Dresden. Anmerkungen zur böhmischen Musiker-Migration 39

Hrosvith Dahmen, Dresden
Zur Prager-Dresdner Kirchenmusik unter besonderer Berücksichtigung der Messen von František Xaver Brixi 51

Marc Niubo, Prag
The Italian Opera between Prague and Dresden in the Second Half of the Eighteenth Century 58

Daniela Philippi, Frankfurt/Main
Zur Überlieferung der Werke Christoph Willibald Glucks in Böhmen, Mähren und Sachsen 74

Hans-Günter Ottenberg, Dresden
Instrumentalwerke böhmischer Komponisten in der Dresdner Hofmusik des 18. Jahrhunderts – Repertoireschwerpunkte, Stilistik, Überlieferungswege, Aufführungspraxis 83

Jiří Mikuláš, Prag
Der Prager Komponist Vinzenz Maschek (1755–1831) und Sachsen 103

Undine Wagner, Chemnitz
Böhmen – Polen – Sachsen – Preußen. Franz Benda und seine Beziehungen zu Mitgliedern der Dresdner Hofkapelle 110

Roland Biener, Berlin
In der Ferne heimatverbunden? Die böhmischen Quellen zu Antonio Rosettis Kirchenmusik 126

Hinweis zum Urheberrecht

Diese Website ist eine Installation von Qucosa - Quality Content of Saxony!
Sächsische Landesbibliothek Staats- und Universitätsbibliothek Dresden