- AutorIn
- Dipl.-Ing. Klaus Schönfuß
- Titel
- Der Bahnhof Radeberg
- Untertitel
- Ältester sächsischer Bahnhof östlich der Residenzstadt Dresden
- Zitierfähige Url:
- https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-979386
- Schriftenreihe
- Teamwork Schönfuß - Industriegeschichte Sachsen
- Erstveröffentlichung
- 2024
- Abstract (DE)
- Dieser hier vorliegende Beitrag ist in Verbindung mit den Qucosa-Artikeln „Sächsisch-Schlesische Eisenbahn – 175 Jahre“ (https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-786025) und „Die Blockstelle Lotzdorf – Eisenbahngeschichte, Betriebssicherheit – und die Familie Max Drobny“ (https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-908267) als 3-teilige Gesamtdarstellung der Eisenbahn-Frühgeschichte im Großraum Radeberg zu sehen, ohne einen Anspruch auf Vollständigkeit zu erheben. Nach Abschluss der Staatsverträge zwischen Preußen und Sachsen 1943 zum Bau der Eisenbahnlinie Dresden – Breslau erhielt die Sächsisch-Schlesische Eisenbahngesellschaft (SSEG) am 22. August 1844 die erforderliche Konzession und wurde verpflichtet, die Bahn zwischen Dresden und Görlitz bis zum 1. Juli 1847 zu vollenden. Damit war beschlossen worden, dass Radeberg verbindlich einen Bahnanschluss mit Bahnhof bekommen soll. Der Radeberger Stadtrat wurde vom Direktorium der SSEG weitsichtig schon am 29. Mai 1844 aufgefordert, Vorschläge zum Anlegen eines Bahnhofes in der Nähe der Stadt auszuarbeiten und gleichzeitig darüber informiert, dass dieser „...nicht in eine wünschenswerte Nähe der Stadt zu bringen sei“ und deshalb auch ein „Communikationsweg“ dahin anzulegen ist. Die SSEG hatte hohe und zugleich zukunftsorientierte Anforderungen an eine solche Eisenbahn-Betriebsanlage und informierte den Radeberger Stadtrat am 7. Juni 1845 mittels Zustellung eines Grundrisses über den Bau des Bahnhofsgebäudes sowie der notwendigen Betriebs- und Nebengebäude, vor allem für das unentbehrliche „Maschinenhaus nebst Wasserstation“ zur Wartung der Lokomotiven und zur Versorgung mit Brauchwasser für die Dampferzeugung. Der Bahnhof Radeberg war der erste und älteste Bahnhof östlich der damaligen Residenzstadt Dresden. Er ist ein „Durchgangsbahnhof“, weil hier keine anderen Bahnstrecken abzweigen oder einmünden, kein Anschlussbahnhof. Die Gleise 1 und 2 sind Durchfahrtsgleise (Schnellfahrgleise) für Fernzüge. Wegen der ursprünglich langen Bahnsteige konnten hier auch Fernverkehrszüge halten. Zur Streckeninbetriebnahme 1845 gab es zwischen Dresden und Radeberg noch die Haltepunkte Langebrück und Königswald (ab 1918 in „Bahnhof Klotzsche“ umbenannt). Beschrieben werden die Hochbauten und Brücken. Stationsgebäude, Maschinenhaus und Wasserstation sind 1845 baugleich mit dem Bahnhof Bischofswerda erbaut worden, das Radeberger Stationsgebäude ist 1897/98 durch einen Neubau ersetzt worden. Der Wasserturm ist 1895 erbaut worden. Die Entwicklung der Gleisanlagen mit zahlreichen Werksanschlüssen während der Industrialisierung bis zur radikalen Schrumpfung ab den 1990er-Jahren einschließlich der wirtschaftspolitischen Hintergründe wird behandelt. Die Ausführungen zu den markanten Brücken runden die umfassende Darstellung der Bahnhofs-Historie und der Anlagen ab. Ein ausführliches Quellenverzeichnis und die Einzelnachweise belegen die Daten und Fakten.
- Freie Schlagwörter (DE)
- Bahnhof Radeberg, Durchgangsbahnhof, Stationsgebäude, Stationsgebäude Bischofswerda, Wasserturm Radeberg, Wasserstation, Wasserkran, SSEG, Eisenbahnlinie Dresden – Görlitz – Breslau, Haltepunkt Langebrück, Königswald, Bahnhof Arnsdorf, Bahnhof Fischbach, Industrialisierung Radeberg, Grüne Industriestadt Radeberg, Königlich-Sächsisches Feuerwerkslaboratorium, Saxonia-Eisenwerke, Klitzingsche Eisenwerke und Maschinenfabrik, Vereinigte Eschebachsche Werke AG, Stahlbogenbrücke, Beamtenwohnhäuser
- Klassifikation (DDC)
- 385
- 943
- Klassifikation (RVK)
- NW 3370
- NZ 14420
- ZO 5110
- Normschlagwörter (GND)
- Radeberg, Bahnhof, Eisenbahn, Wasserturm, Spannbetonbrücke, Geschichte
- Verlag
- Teamwork Schönfuß, Radeberg
- Version / Begutachtungsstatus
- publizierte Version / Verlagsversion
- URN Qucosa
- urn:nbn:de:bsz:14-qucosa2-979386
- Veröffentlichungsdatum Qucosa
- 16.07.2025
- Dokumenttyp
- Bericht
- Sprache des Dokumentes
- Deutsch
- Lizenz / Rechtehinweis
CC BY 4.0- Nutzungshinweis
- Inhalte mit unterschiedlichem Rechtestatus
- Inhaltsverzeichnis
Ältester sächsischer Bahnhof östlich der Residenzstadt Dresden 1 Radeberg wird in der Gründerzeit wichtiger Teil sächsischer Industriegeschichte 3 Zur Historie des Radeberger Bahnhofes 4 Die Hochbauten 6 Das Stationsgebäude 6 Der Neubau des Stationsgebäudes 1897/98 8 Das Maschinenhaus mit der Wasserstation 11 Der Wasserturm – mehr als ein Radeberger Wahrzeichen 13 Zum Bahnhof gehörende Wohngebäude 16 Die „Güterschuppen“ 17 Die Gleisanlagen 18 Die Brücke östlich am Bahnhof 20 Abbildungsnachweis 24 Urheberschutz 24 Quellen und Literaturhinweise 24 Einzelnachweise 24